Ich poste, also bin ich

Soziale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie verbinden uns, halten uns auf dem Laufenden und bieten uns einen Raum der Selbstdarstellung. Viele, teilweise bis zu Tausend Menschen in unserer Freundesliste warten nur darauf, endlich wieder etwas von uns zu hören. Dazu erlangen wir Informationen aus eigener Hand von Stars und Politikern. Welches Image hätte zum Beispiel US Präsident Donald Trump ohne seine Tweets?
Egal wofür wir uns interessieren, ob es einzelne Personen, Gruppen, Veranstaltungen oder Unternehmen sind, wir finden es dort. Wir klicken uns durch organische oder gesponserte Posts, die von unseren Kontakten oder von Seiten stammen, die auf unser Profil zugeschnitte Werbung machen. Immer mehr Menschen haben einen Internetzugang und somit die Möglichkeit, sich weltweit auszutauschen. Freundschaften, die wir im Ausland aufgebaut haben, bleiben erhalten und können gepflegt werden. Eine Interaktion, die innerhalb von Sekunden erfolgt. Somit können wir problemlos kommunizieren, ohne uns zu treffen. Und wenn wir uns treffen, können wir weitere Personen in die Kommunikation einbinden, indem wir uns parallel in digitalen Chatrooms bewegen. Selbst in der Arbeit, dem Kino, dem Familientreffen, oder beim Supermarkteinkauf, wir sind online. Waren wir vielleicht noch nie so sozial, wie heute?

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Durchschnittlich verbringt der Deutsche 64 Minuten am Tag in sozialen Medien, das sind mehr als 16 volle Tage im Jahr. Wir posten, kommentieren und debattieren auf digitalen Plattformen. Während der Verkauf von Printprodukten, wie Zeitungen oder Zeitschriften weniger wird, verlagert sich das Leseverhalten der Nutzer ins Internet. Mittlerweile ist jedes Medienhaus in sozialen Medien auffindbar. Warum also nicht alle Informationen an einem Ort bündeln – dem Newsfeed?
Facebook von Mark Zuckerberg ist mit 2.27 Millionen Nutzern monatlich, so der Digital 2019, das größte soziale Medium über den Globus verteilt. Mehr als die Hälfte davon logt sich täglich ein, laut eigenen Angaben von Facebook.
Je nach Alter gibt es mittlerweile Unterschiede in der Wahl des Mediums. Während für die meisten Altersgruppen in Deutschland Facebook noch am beliebtesten ist, nutzen 14 bis 19 Jährige laut einer Online-Umfrage von ARD/ZDF, wöchentlich mehr Instagram und Snapchat.
Eine weitere Veränderung gibt es beim Vertrauen in die unterschiedlichen Medien. Eine Umfrage der Europäischen Kommission hat ergeben, dass die Anzahl der Befragten 2018, die kein Vertrauen in die sozialen Medien haben, von 2015 mit 59 Prozent auf nun 67 Prozent gestiegen ist.
Die Welt der sozialen Medien ist dynamisch und vielseitig. Sie nimmt Einfluss auf unsere Meinungsbildung, Politik, Wirtschaft und Co. Die Frage bleibt offen, wie sie sich und auch uns verändern wird.

 

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